HUMOR IST DER KNOPF;DER VERHINDERT;DASS UNS DER KRAGEN PLATZT: von Joachim Ringelnatz

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Wenn die Erde spricht

 

 

 

 

Die Erde spricht

Ihr habt mir großen Schmerz bereitet,
habt mich verletzt und ausgebeutet

Seit ewig hab ich euch gegeben,
was alles ihr gebraucht zum Leben.

Ich gab euch Wasser, Nahrung, Licht,
lang hieltet ihr das Gleichgewicht,
habt urbar mich gemacht, gepflegt,
was ich euch bot gehegt.

Doch in den letzen hundert Jahren
Ist Satan wohl in euch gefahren.

Was in mir schlummert, wird geraubt,
weil ihr es zu besitzen glaubt.

Ihr bohrt nach Öl an tausend Stellen,
verschmutzt Meere, Flüsse Quellen,
umkreist mich sinnlos Tag und Nacht,
seid stolz, wie weit ihr es gebracht.

 

Flutkatastophe in Pakistan

 

Und wieder Hochwasser in Deutschland,Polen,Tschechien und anderswo

 

 

Russland brennt

 

Krabbenfischer im Kampf gegen die Ölpest

 

 

Ja ,weit haben wir es gebracht,

aber die Natur beginnt sich zu rächen

und beginnt zu antworten auf unseren Raubbau


Und immer noch fließt Öl

 

Kein Ende in Sicht,es ist schrecklich,

Kein Ende in mehr Öl an Land geschwemmt: "Dort ist alles tot"

vom 21.05.2010 | AFP, dpa

Durch die Ölpest im Golf von Mexiko sind an der Küste des US-Bundesstaates Louisiana offenbar bereits dutzende Kilometer des hochsensiblen Marschlandes zerstört worden. Wie die örtlichen Behörden am Donnerstag mitteilten, wurden rund 38 Kilometer Schwemmland in der Gemeinde Plaquemines Parish durch das Öl verschmutzt.

Ölpest: Zentimeter um Zentimeter bahnt sich 
das Öl seinen Weg an die US-Küste (Foto: Reuters)

Zentimeter um Zentimeter bahnt sich das Öl seinen Weg an die US-Küste (Foto: Reuters)

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"Dort ist alles tot", sagte Billy Nungesser, der Vorsteher der Gemeinde, dem US-Sender NBC. Der Ölteppich zerstöre das Schwemmland Zentimeter für Zentimeter und werde in den kommenden Wochen und Monaten weiter an die Küste gespült, sagte Nungesser weiter.

"Völlige Transparenz"

Nach wachsender Kritik an ihrem Krisenmanagement forderte unterdessen die US-Regierung den Ölriesen BP zur sofortigen Veröffentlichung aller wichtigen Informationen und Daten zur Ölpest im Golf von Mexiko auf. Das sei ein "Muss", schrieben Heimatschutzministerin Janet Napolitano und die Leiterin der Umweltbehörde EPA, Lisa Jackson, am Donnerstag an BP-Chef Tony Haward. "Die Öffentlichkeit und die US-Regierung haben einen Anspruch auf völlige Transparenz in dieser Angelegenheit."

Vorwurf: Zu sehr auf Angaben von BP verlassen

Zuvor war Washington immer schärfer unter Beschuss geraten: Wissenschaftler und Umweltexperten lasten der Regierung an, dass sie sich bei der Einschätzung des Ausmaßes der Ölkatastrophe zu stark auf Angaben von BP verlässt, anstatt eigene Untersuchungen durchzuführen. Hintergrund ist wachsendes Misstrauen darüber, wie akkurat die BP- Angaben über den andauernden Ölaustritt sind.

Tritt mehr Öl aus als angegeben?

So geht aus einem seit Donnerstag im Internet zu sehenden Live-Video vom Meeresgrund hervor, dass mehr Öl aus dem abgerissenen Steigrohr ins Wasser sprudelt als bisher von BP geschätzt. Dabei ist es nach Angaben des Konzerns mittlerweile gelungen, täglich etwa 700 Tonnen Rohöl direkt aus dem Leck in 1500 Meter Tiefe abzusaugen und auf ein Bohrschiff zu leiten. 700 Tonnen – das entspricht genau den bisherigen BP-Schätzungen der Gesamtmenge, die vor dem Aufsaugen täglich aus zwei Lecks ins Meer gelangt sind. Eine Reihe von Wissenschaftlern hatte bereits seit Tagen massive Zweifel daran geäußert, dass die BP-Schätzungen akkurat sind. Mehrere Experten nannten in den vergangenen Tagen Werte, die zwischen 2800 bis 14.000 Tonnen täglich liegen.

Chemikalie verboten

Die Washingtoner Umweltbehörde korrigierte sich inzwischen in einem anderen Punkt selbst: Sie verbot entgegen einer früheren Entscheidung BP am Donnerstag die weitere Anwendung der Chemikalie Corexit 9500 zum Zersetzen des Öls unter Wasser. Dafür wurde dem Konzern eine Frist von 72 Stunden eingeräumt. Bereits am Freitag soll BP der EPA eine weniger giftige Alternative zu dem bisher verwendeten Mittel nennen, heißt es in einer entsprechenden Anordnung der Behörde. Zuvor hatten Kongressmitglieder und Umweltschützer Alarm geschlagen: Sie befürchten, dass Corexit langfristige Umweltschäden verursacht.

"Top Kill"-Methode soll helfen

Die Hoffnungen auf eine Wende im Kampf gegen die Ölpest konzentrieren sich nun auf einen zunächst für Sonntag geplanten BP-Versuch, das Bohrloch zu schließen. Bei der geplanten Methode, die Experten als "Top Kill" bezeichnen, werden große Mengen schweren Schlamms unter hohem Druck in die Quelle gepresst. Anschließend soll sie mit Zement endgültig abgedichtet und "versiegelt" werden.

Elf Tote bei Explosion

Am 20. April war die von dem britischen Ölkonzern BP betriebene Bohrinsel "Deepwater Horizon" im Golf von Mexiko explodiert, dabei kamen elf Arbeiter ums Leben. Zwei Tage später sank die Plattform, seither strömt Öl aus und bedroht die Küstengebiete mehrerer südlicher US-Bundesstaaten.

 

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